Pasta 🍝 asciutta hilft gegen alles ;)

Du kennst das sicher, du bist traurig, krank, kannst nicht schlafen, hast Liebeskummer oder dich bedrückt irgendwas und deine Mamma macht dir einen Kakao und spielt mit dir Mensch ärgere dich nicht oder Memory und zwar so lange, bis ihr fast dabei einschlaft beziehungsweise bis der Schmerz nachlässt.. am nächsten Tag gibts meistens dein Lieblingsessen.. so oder so ähnlich..

Mein soulfood war seit jeher Pasta asciutta. Diese Art von Pastagericht heißt „trockene/abgetrocknete Pasta“ weil sie nicht, wie normalerweise in Italien üblich, in den Sugo geworfen -also mit der Soße vermischt- wird, sondern „nackig“ dazu gegessen wird.

Für diese Pasta asciutta brätst du Knofi und Zwiebeln (beides klein geschnitten) in Olivenöl an, gibst dann Hackfleisch dazu und brätst schön weiter. (Optional jetzt einen großen Klecks Tomatenmark mit dem Hackfleisch vermischen). Wenn alles schön goldbraun ist und lecker riecht gibst du stückige Tomaten dazu (bevor du die Dosen wegwirfst Dreiviertel mit Wasser füllen und zugeben) sowie Salz, Pfeffer, eine Brise Zucker. Das alles lässt du jetzt für eine Stunde chillig vor sich hinkochen und liest währenddessen ein paar Geschichten hier auf ladolcevitaliana oder dein Lieblingsbuch ;). Nach ungefähr vierzig Minuten (oder früher wenn kein Gasherd ;)) bringst du das Spaghettiwasser zum kochen, Salz rein und dann die Spaghetti al dente kochen. Nach der Stunde ist alles fertig und kann warm genossen werden. Mmmmmmmmmmh leckerrrrrrrr!!!!! Das beste Gericht 🙂

Für 2 👍🏼 Riesenportionen benötigst du:

350g Hackfleisch

2 kleine Dosen stückige Tomaten 🍅

Salz, Pfeffer, Zucker

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Olivenöl

Spaghetti

Basilikum für den Extrageschmack und die Italienfarben 🇮🇹 😋

Optional geriebenen Parmesan und Tomatenmark

1 Stunde Zeit damit es besonders lecker schmeckt

Bella Italia vs. Grippe in Deutschland 0:1

Eigentlich sollte ich gestern Abend nach Italien aufbrechen, doch dann hat mich die Grippe vorübergehend niedergestreckt. Jetzt liege ich hier rum und träume von Shopping in Florenz, Cornetto in Bologna, Meer in den Marken und kurble die Vorfreude wieder an. Es hat auch positive Seiten, denn so kann ich nochmal runterkommen und nach einer stressigen Woche erstmal durchatmen, bevor es weiter geht. Wenn als Aufmunterung jemand Tipps hat, was man abseits von Touripfaden in Florenz sehen muss, oder einen Veranstaltungstipp für nächste Woche hat- her damit 🙂 Würde auch gerne von euren Lieblingscafés, Bars oder Läden mit besonderen Lederwaren, oder Handgemachtem hören. Buon weekend und gute Besserung an alle 😉

Die Rechnung bitte – Il conto per favore!

Mit dem lieben Geld hat ja jeder so seine Eigenheiten… Aber wenns ans (gemeinsame) Zahlen geht, stoßen oft viele kulturelle Unterschieden aufeinander: Die Rechnung bitte – Il conto per favore! – Und es treten Fragen auf wie: zusammen? getrennt? Trinkgeld? wie viel davon?

zusammen? getrennt?

Diese Frage stellt sich in Italien nicht. Während man in Deutschland eher selten schief angeschaut wird, wenn man mit einer Gruppe von 14 Menschen Essen geht und jeder sein Gericht und Getränk selbst bezahlt sowie Trinkgeld gibt, wäre das in Italien vermutlich ein Skandal mittleren Ausmaßes.

Eines Abends als wir alle ziemlich neu in Venedig waren, hat der Uni IT-ler sein Versprechen wahr gemacht und uns (einer Gruppe von circa 55 Leuten) die, seiner Meinung nach, beste Pizza Venedigs vorgestellt. Er hat also eine riesige Tafel reserviert und wir haben Pizze aller Arten bestellt und probiert, getrunken, gelacht und viel Spaß gehabt.

Als es jedoch ans Zahlen ging, brach DAS CHAOS aus. Wir waren eine Gruppe von Studenten aus aller Welt: Amerika, Australien, China, Deutschland, England, Holland, Japan, Spanien… die erst seit ungefähr einer Woche in Italien lebten und viele verschiedene Traditionen im Gepäck hatten.

Er erklärte uns also, das man hier alla romana bezahlt. In Italien ist es überhaupt nicht üblich, dass jeder bezahlt, was er verzehrt hat. Man nimmt also die Rechnung und teilt sie durch die Anwesenden. Jeder wirft was in die Runde. Es ist absolut nicht mehr nachzuvollziehen, was an diesem Abend geschah.. Einige waren nicht damit einverstanden, weil sie „extra die billigste Pizza bestellt haben“ andere wiederum feierten diese Art zu bezahlen und bestellten sich schnell noch ein, zwei Schnäpschen.. auf jeden Fall war der Teufel los.. natürlich, wie sollte es auch anders sein.. endete dieser Abend damit, dass über hundert Euro fehlten. Das ist ein extremes Beispiel mit einer Riesengruppe. Es war neu für alle und alle hatten noch viel zu lernen.

Im Freundeskreis hingegen hat es von Anfang an IMMER funktioniert. Es gab keine Benachteiligungsvorstöße.. weil mal die oder der eine, und mal der oder die andere, mehr oder weniger verspeisten oder tranken.. Außerdem einigte man sich vorher darauf, wohin man ging und kannte auch das Budget der anderen so ungefähr.

Das war am Pizzaabend so nicht gewesen. Eine große Gruppe wurde „ohne Vorwarnung ins kalte romanische Wasser geworfen“ – es ist immer wieder erfrischend, wie viel man lernen kann, wenn man sich aus der eigenen Kultur herauswagt um den Horizont zu erweitern.

Habt einen schönen Tag und schaut doch mal, wie die anderen bezahlen 😉