Immer wieder donnerstags…

so wie in Rom donnerstags Gnocchi-Tag ist, ist hier donnerstags Maritozzi-Tag. Maritozzi, Maritozzi.. ihr fragt euch bestimmt, was das ist? Ein Maritozzo ist ein längliches, weiches, süßes Brötchen, das hier in meiner Straße immer donnerstags frisch gebacken wird (bestimmt auch öfter, weil jeder liebt sie hier). Der Duft weht durch die Straße und erinnert alle daran, dass es heute frische Maritozzi gibt. Die Brötchen sind vor allem bei Kindern als Merenda-Snack oder Frühstück beliebt, so wie bei den Erwachsenen mit süßem Verlangen am späten Abend. Manch einer steht auf mit Sahne beschmierte Maritozzi, die meisten verschlingen sie aber gerne mit Nutella. 🙂

Woher kommt diese Leckerei.. ? Wohl nicht direkt aus den Marken, denn sie scheint schon im alten Rom bekannt gewesen zu sein und bei meiner kleinen Recherche habe ich herausgefunden, dass es lokale Varianten davon gibt (Apulien, Latium, Marken, Sizilien). Zum Beispiel mit Glasur und Rosinen, die dann gerne im Herbst mit Kastanien und Glühwein verzehrt werden (das habe ich hier aber noch nicht gesehen!). Die apulische und sizilianische Variante hat wohl dieselbe Form wie bei uns ein kleiner Hefezopf! Wie wäre es mit einer italienischen Maritozzi-Rundreise?

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Der Name leitet sich vom Wort Ehemann –Marito ab und das kommt wohl daher, dass früher der Mann, derjenigen, die er heiraten wollte, ein Maritozzo bringen musste. Die Geschichte existiert aber auch sorum, dass die Mädchen Maritozzi backen mussten und diese dann auf den Markt bringen mussten, um dort die Jungen damit zu erobern. Wie es nun auch war, sie schmecken heute noch – jedem.

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Ps: Auch beim Schreiben eines kleinen Blogbeitrags kann man hervorragend ein Maritozzo mit Nutella und Banenen (meine Erfindung) genießen.

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Wörter des Tages:

marito = Ehemann

merenda = Zwischenmahlzeit, auch Pausensnack