Start a quota 100

Heute mal ein etwas anderes Format: Ich nehme euch mit auf einen Flug in die Freiheit. Stellt euch beim Anschauen der Bilder all eure Wünsche, Träume, Ängste, Zweifel und Hoffnungen vor, kommt mit mir fliegen …

 

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Auf diesem Flug in den Sonnenaufgang, merkst du, dass ALLES möglich ist (Wie zum Beispiel fliegen!!!). Grenzen setzen wir uns meist nur selbst, indem wir Angst die Übermacht gewinnen lassen, nicht auf unsere innere Stimme hören, uns davon leiten lassen, was andere für richtig halten oder aus einer Million anderer Gründe, die man leicht aufdecken kann, wenn man ehrlich ist. Ehrlich, vor allem zu sich selbst aber auch zu den anderen! Auf diesem Flug außerhalb der alltäglichen Grenzen fühlst du dich plötzlich frei, kannst auf den Wolken tanzen, der Sonne die Stirn bieten, siehst all die wunderschönen Farben, die die Welt zu bieten hat, von Pastell bis saftig rot. Du wirfst dich in die zuckerwattige Wolkendecke, die so kuschelig zuckrig ist und beobachtest das Treiben aus der Ferne. Am meisten aber wird dir bewusst, dass was da unten abgeht gar nicht so wichtig ist. Es gibt mehr, als das, was dich im Alltag festhält. Du fühlst dich wie ein Vogel, das Meer unter dir, der Wind in den Augen. Wenn du landest bist du durchgeschüttelt und ein bisschen weiser, weil du weißt, dass alles was dich manchmal festhält verschwindend ist, wenn du es mit Abstand beobachtest.

Sich seine Träume und Wünsche in Erinnerung zu rufen, sein Tun zu reflektieren und sich dadurch bewusst zu werden, was man wirklich will und tun muss, dass ist eine gute Übung fürs Glücklichsein.

Dieser Flug am 1.1.19 um 7 Uhr morgens war für mich der perfekte Start ins Jahr und auch gut geeignet, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, dankbar und stolz zu sein, für das, was ich in 2018 erreicht habe, denn 2018 war ereignisreich:

Meine Freunde wissen, dass ich weder ein Fan der Weihnachtszeit bin, noch eine Anhängerin von Neujahrsvorsätzen. Ich bin jedoch ein großer Fan davon, Zeit mit den Menschen, die mein Herz höher schlagen lassen, zu verbringen und davon, Träume Wirklichkeit werden zu lassen, Ängste zu bekämpfen, wahrhaftig zu sein und immer das Beste aus jeder Situation rauszuholen.

2018 hat genauso chaotisch und mit genau so viel Liebe geendet, wie es angefangen hat! Dieses vergangene Jahr war so aufregend, ereignisreich, verwirrend, dramatisch, gefährlich, lustig, erfolgreich, meerig, alleine, zusammen und frei und mutig, dass mich all diese Emotionen und Erlebnisse manchmal fast geschüttelt haben. Ein Wechselbad der Gefühle wahrhaftig, aber, wenn ich eines gelernt habe in 2018, dann, dass wir alle stärker sind, als wir es uns vorstellen können, dass es sich bewährt, immer auf sein Bauchgefühl zu hören und schließlich, dass es nötig und befreiend ist, sich seinen Ängsten zu stellen und nie davor wegzurennen. Nur so kann man wahrhaftig leben, der sein, der man ist, und das Leben genießen.

2018 war für mich ein großes Jahr, weil ich mal wieder nach Italien gezogen bin, mich von diversen Ängsten, Bedenken und Ballast losgesagt habe und, weil ich Gesundheitsprobleme, die Anfang des Jahres entdeckt wurden (hoffentlich für lange Zeit) erfolgreich hinter mir lassen konnte.

Dieser Beitrag war jetzt ein bisschen abseits vom #LebeninItalien, aber auch nur ein bisschen, denn er hat viel damit zu tun, warum ich überhaupt hier angekommen bin. Also wünsche ich viel Mut zur Wahrhaftigkeit für 2019, viel Groove zur eigenen Musik, Spaß beim Genießen, Innehalten und bei sich sein, sich den Ängsten bewusst zu werden und vielleicht sogar zu stellen, wie zum Beispiel der Flugangst, beim Träumen, Träume verwirklichen, wie zum Beispiel am Meer wohnen, oder was auch immer in euch schlummert 🙂 Aber vor allem dabei: dem Leben zu Leben, das ihr leben wollt. Happy gesundes 2019. Es lohnt sich, seinen eigenen Weg zu kennen und zu gehen!

Song zum Sonntag:

Ein Mittag in Loreto

Loreto. Ein magischer Ort. Ich hatte es schon geahnt, bevor ich wirklich da war und das hat 2 Gründe. Eines Tages stieg ich in einen Zug von Ancona nach Venedig. Das heisst, wir wollten einsteigen.. aber er kam erstmal nicht. Nach viel casino am Bahnsteig, hörte ich zum ersten Mal von Loreto, als ein Bahnangestellter meine Hand tätschelte und sagte „gnädige Frau, ihr Zug wird kommen und sogar bald, er macht grad in Loreto halt und holt sich noch schnell den Segen der Madonna ab“ … ich war verwirrt, wollte nach Venedig -und zwar schnell- und sagte nur, dass ich von Loreto noch nie gehört habe, aber sehr glücklich darüber bin, dass der Zug doch noch kommt. Der Bahnangestellte hatte mich in diesem Moment für die größte Kulturbanausin in den Marken gehalten…

Meine zweite Begegnung mit Loreto hatte ich auf der Autobahn einige Monate später.. (noch im Zug hatte ich mir vorgenommen dieses Loreto ausfindig zu machen und es zu besuchen, oder mir zumindest vorerst mal den Namen der Stadt zu merken) von der Autobahn aus sah ich es dann. .. Leuchtend in der Sonne! Stolz! und doch bescheiden.. erhoben auf einem lieblichen Berg.. die Kathedrale leuchtete buchstäblich .. ich passierte das Schild auf der Autobahn, das auf Loreto verwies, und da war mir klar, dass ich soeben besagten Ort gesehen habe, mit dem ich am Bahnhof von Ancona meine erste „Begegnung“ hatte… ich setzte Loreto sofort auf meine ‚innere Ausflugsliste‘ und dann kam der Ausflug.

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Goodbye durchs Fenster, heute kein Leuchten.. ist ja auch spät jetzt..

 

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Atemberaubende Weitsicht

Loreto. Also. Es ist Anfang Juli, die Sonne brennt vom Himmel, ein wunderschöner Tag. Die Anfahrt ist unschuldig, wenn man überland kommt.. man bewegt sich auf wunderschönen Landstraßen, die ein wenig der Toskanalandschaft gleichen und der Winkel alleine, in dem die Sonne scheint, macht mich schon glücklich. Schon von weitem strahlt dieser Ort! Aber jetzt mal der Reihe nach.. nach einem kleinen Spaziergang ausserhalb der Stadtmauern mit unglaublich schönem Ausblick, schreite ich durch das große Tor, nur um einen noch schöneren Ausblick vorzufinden. Aber zwei Dinge irritieren mich, erstmal das Flugzeug, das den Anblick verschandelt und dann, als ich mich umdrehe.. eine Ansammlung von Ständen mit Kreuzen und Statuen, die mich augenblicklich verstehen lassen, dass hier was falsch läuft :p

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Ist Loreto jetzt wegen Maria berühmt oder wegen Flugzeugen?!

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Bin ja eher so der Meertyp, aber dieser Berg hat ’s mir angetan..

Wer sich dazu entscheidet, in die Basilika einzutreten und wie ich ohne Vorbereitung Orte besucht (manch einer nennt es naiv, mir jedoch macht es Spaß) der wird dann auch verstehen, was da los ist. Die herrschaftliche leuchtende Basilika, von der ich ja jetzt schon öfter gehört hatte, wurde um ein Häuschen herum gebaut und zwar um kein geringeres als das der Maria.. ja DER Maria – die, nach der ihr alle benannt seid :p – Sie wird auch Mutter Gottes genannt oder Maria von Nazareth – DIE Jungfrau. Das macht Loreto also zum wichtigsten Wallfahrtsort Italiens (dachtet ihr auch, dass es Rom wäre …?!)

Das Haus in dem Jesus‘ Mutter in Nazareth aufgewachsen ist steht also in Loreto, Marken, Italien. Wie es da hinkam? Offensichtlich über Griechenland, Kroatien und zwar mit dem Schiff… Wer mehr erfahren will schaue sich diese Seite an, die ich gefunden habe, aber mit der ich nichts zu tun habe. 

 

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Auf dem Weg zur Basilika, rechter Hand befinden sich alle Souvenirstände .. 

 

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Schön hier, wa?

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Beste Aussicht

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Der wunderschöne Vorplatz der Basilika plus Frontansicht 😉

 

Man betritt also die Kirche und hinten am Ende des Schiffs steuert man auf Marias Haus zu. Quasi ein Zweizimmerhaus. In Nazareth war es an einer Mauer gebaut (auch diese wird noch heute verehrt) deshalb hat das Haus nur 3 Wände. An das Innere kann ich mich nicht mehr richtig erinnern, denn ich war erstaunt von den vielen Menschen, die darin beteten, knieten und auf Wunder hofften oder einfach nur staunend da standen und sich fragten, was Marias Haus hier eigentlich macht.

 

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Fotografieren verboten?

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Malerei, Marmor, Gold, das Übliche..

Ich weiss es, meine Freunde sagen es mir andauernd, ich mache zu viele Fotos. Überall. In der Basilika habe ich mich mal zurückgehalten.. deswegen, wenn ihr Marias Haus sehen wollt, dann fahrt hin 😉 dasselbe gilt für die schöne Altstadt Loretos – definitiv ein Ausflug wert! Was ich euch allerdings nicht vorenthalten kann, ist dieses Schild, das in der Nähe des Eingangs der Kirche zu finden war. Darauf steht: „Jammern verboten: Hör auf zu klagen und fang an dein Leben zum Besseren zu verändern!“

Wenn das mal nicht ein super Tipp der Kirche ist 🙂

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Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Happy weekend und geniesst den Ausblick auf den Monte Conero und das Meer:

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Ausblick auf unseren Hausberg: Monte Conero

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Meer 

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mehr Meer, kann nie schaden..

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Kathedrale Rückansicht, sie genießt den obigen Ausblick 

 

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Monte Conero, Meer und Uschi, noch ungebräunt aber trotzdem glücklich 😉

Wenn ihr in der Nähe seid, dann besucht auf jeden Fall auch gleich noch Sirolo. Dort gibt es unglaublich leckeres Eis und den vielleicht schönsten Ausblick der Gegend..

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Monte Conero von Sirolo aus und die herrliche Natur drumherum

 

Wort des Tages: casino = Chaos

Die marchigianischen Leckereien

So recht schlau bin ich noch nicht aus ihnen geworden, vom Hörensagen (HerzlichwillkomenbeidenallsseitsbliebtenVorurteilen) sind die „Marchigiani“ ein verschlossenes Grüppchen und im Vergleich zu anderen „Meeresmenschen“ seien die Leute aus meinem Ort wohl besonders still und eigenbrötlerisch.. Nun ja.. ich kann nur sagen, ein Stück weit kann ich das bisher bestätigen, aber ich hatte auch das Glück, eine kleine Meeresfamilie zu finden und tolle Menschen kennenzulernen, die mir die Kultur hier näher bringen. Wo fängt man da am besten an? Richtig, beim Essen: deshalb möchte ich euch hier nun kurz mit Bildern der kulinarischen Köstlichkeiten überschütten, mit denen ich letzte Woche im Casbah, meinem „Meereswohnzimmer“ verköstigt wurde und dann stelle ich euch noch einen marchegianischen Nachtisch vor.

Die Sughetti:

Nomnomnom, süße Sughetti

Ein dolce aus Maismehl, Nüssen und Butter, quasi eine süße, leckere Polenta.

And now the real deal :p

 

Dienstag: Kichererbsensuppe mit geilem Blätterteigteil und Ofenkartoffeln mit Zwiebeln

Meerespasta mit diversen Meeresfrüchten, dazu Schnecken (Schüssel)

Donnerstag: Leckerste Tintenfischpasta (mein neuer Lieblingsfisch und Meeresleibgericht!)

Mein Wohlfühlplatz

Aperitivo gefällig?

…aber klar doch, inklusive bester Aussicht

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Nach dem Tintenfisch sind die Vongole auf Platz 2

 

Frittura, typisch hier am Meer als 2. Gang

Meeresfrüchte all day everyday

Pasta 🍝 asciutta hilft gegen alles ;)

Du kennst das sicher, du bist traurig, krank, kannst nicht schlafen, hast Liebeskummer oder dich bedrückt irgendwas und deine Mamma macht dir einen Kakao und spielt mit dir Mensch ärgere dich nicht oder Memory und zwar so lange, bis ihr fast dabei einschlaft beziehungsweise bis der Schmerz nachlässt.. am nächsten Tag gibts meistens dein Lieblingsessen.. so oder so ähnlich..

Mein soulfood war seit jeher Pasta asciutta. Diese Art von Pastagericht heißt „trockene/abgetrocknete Pasta“ weil sie nicht, wie normalerweise in Italien üblich, in den Sugo geworfen -also mit der Soße vermischt- wird, sondern „nackig“ dazu gegessen wird.

Für diese Pasta asciutta brätst du Knofi und Zwiebeln (beides klein geschnitten) in Olivenöl an, gibst dann Hackfleisch dazu und brätst schön weiter. (Optional jetzt einen großen Klecks Tomatenmark mit dem Hackfleisch vermischen). Wenn alles schön goldbraun ist und lecker riecht gibst du stückige Tomaten dazu (bevor du die Dosen wegwirfst Dreiviertel mit Wasser füllen und zugeben) sowie Salz, Pfeffer, eine Brise Zucker. Das alles lässt du jetzt für eine Stunde chillig vor sich hinkochen und liest währenddessen ein paar Geschichten hier auf ladolcevitaliana oder dein Lieblingsbuch ;). Nach ungefähr vierzig Minuten (oder früher wenn kein Gasherd ;)) bringst du das Spaghettiwasser zum kochen, Salz rein und dann die Spaghetti al dente kochen. Nach der Stunde ist alles fertig und kann warm genossen werden. Mmmmmmmmmmh leckerrrrrrrr!!!!! Das beste Gericht 🙂

Für 2 👍🏼 Riesenportionen benötigst du:

350g Hackfleisch

2 kleine Dosen stückige Tomaten 🍅

Salz, Pfeffer, Zucker

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Olivenöl

Spaghetti

Basilikum für den Extrageschmack und die Italienfarben 🇮🇹 😋

Optional geriebenen Parmesan und Tomatenmark

1 Stunde Zeit damit es besonders lecker schmeckt

Sehnsuchtsort 3 San Servolo

Diese mini kleine Insel ist der Hammer. Palmen und sogar Oliven- und Granatapfelbäume gibt es hier. Die Insel selbst kann bei Nebel oder nachts auch ganz schön spooky sein. Aber bei gutem Wetter und vor allem bei Sonnenschein, ist sie mein persönliches Paradies No. 1 – Das wunderbare Lichtspiel von Sonne und Wasser und der Ausblick in die Lagune. Stille. Obwohl man komplett vom Wasser umgeben ist, ist man plötzlich geerdet. Aber schau selbst:

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Bella Venezia zu Wasser – canali e rii

In Venedig heißen die meisten Kanäle – bis auf den großen, bekannten Canal Grande und den Canale della Giudecca – nicht Kanal sondern Rio.

 

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Das Wunder Venedig zu Wasser

Hinterhöfe, Bootsgaragen, (abgeblätterte) Fassaden und Hintereingänge mit der Gondel oder dem Boot entdecken:

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Fun Facts

  • Mit dem Boot durch die kleinen Kanäle Venedigs kommst du nur, wenn deine Freunde eins haben oder du irgendwelche Handwerker kennst, die von Berufswegen eines besitzen
  • Die Busboote fahren nur durch die großen Kanäle
  • Ich persönlich bin noch nie Taxiboot gefahren
  • Gondel fahren kann ein teuerer Spaß werden, wenn man zur Rush-Hour als Ober-Touri ankommt: 120€ für 20 min werden einem da schnell mal angeboten. Daher lieber nicht im Sonnenuntergang Gondel fahren – dann sollte der Standard-Preis bei ca. 80€ für 40 min liegen (und von 19 Uhr – 8 Uhr bei 100€ für 40 min).
  • Für Einheimische gibt es die Gondel-Fähre, die für 2€ an bestimmten Punkten über den Canal Grande fährt, nämlich da, wo keine Brücken sind
  • Eine Gondel kostet in etwa so viel wie ein mittel-oberklasse Wagen und wird meist in der Familie weiter vererbt
  • Setze alles daran, Venedig mit einem Boot zu entdecken, du wirst die Stadt nochmal ganz neu kennenlernen, wenn du durch die kleinen rii (Kanäle) schipperst und dir vor Augen hälst, dass diese Stadt auf Holzpfählen steht, dann wirst du ganz ehrfürchtig
  • Bei dem Wasser in den Kanälen handelt es sich nicht um Meerwasser sondern um Lagunenwasser, es ist nicht zum baden geeignet und Touristen werden von Venezianern schon sehr schräg beäugt, oder sogar angesprochen, wenn sie ihre Zehen in den Kanal hängen