fico ≠ figa

Schauplatz: Eine Bar in Venedig

Tathergang: Essensbestellung

Ende der Geschichte: Die ganze Bar bricht in schallendes Gelächter aus

Jawoll, auch diese Wortkombination hat es in sich: Die Bar, in der sich diese Szene abspielte, ist abseits vom Touri-Gedränge gelegen und nur von Venezianern besucht. Deshalb war es auch besonders lustig, als ich dran war und laut über den Tresen rief: „Vorrei il panino con la figa“ – „Ich hätte gerne das Brötchen mit der Muschi“ …erst die komplette Schlange, alle hinter der Theke und schließlich noch alle, die es sich in der Bar gemütlich gemacht hatten, hatten ihren Spaß. Schnell wurde mir von meinen amüsierten Freundinnen erklärt, dass die Feige, die ich eigentlich haben wollte ‚il fico‘ ist. Ja, man bestellt schneller als man denken kann eine Muschi. Vor allem, da die italienische Feige einen männlichen Artikel hat und auf ‚o‘ endet, man in seinem Kopf aber eventuell noch deutsch denkt und deswegen meint, dass auch im Italienischen die Feige weiblich ist und somit auf ‚a‘ enden müsste ;). Ich habe erstmal für eine kleine Weile keine Brötchen mit Feigen mehr bestellt :p

il fico = die Feige

la figa = die Muschi

 

Sehnsuchtsort 2: Venezia

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Venedig: 116 Inseln, 416 Brücken – eine Stadt, die in einem Satz nicht zu beschreiben ist. Und sowieso würden keine Worte der tatsächlichen Schönheit dieser Stadt nahe kommen. Ich denke, es gibt niemanden, der Venedig besucht und nicht auf irgendeine Weise beeindruckt ist. Eine Stadt, erbaut im Schlick einer Lagune, mit tausenden von Holzpfosten und Straßen aus Wasser. Nimm‘ dir am besten viel Zeit und entdecke die Ecken abseits der Touri-Ströme, verlauf‘ dich, lass‘ dich fallen (nur nicht in einen Kanal) und genieße die Ruhe einer beeindruckenden Stadt, ohne Autos, Motorräder, Fahrräder ..so und noch ruhiger war es vor einigen hundert Jahren überall!